Unser Degu-Luxus-Heim
Unser Degukäfig wurde von meinem Vater und einem seiner Freunde gebaut, der Mechanikermeister und erfahrener Bastler ist und sich u.a. schon sein zweites Segelboot selbst baut. Ohne das nötige Fachwissen und das richtige Spezialwerkzeug kann man einen Käfig wie unseren also nicht herstellen. Aber vielleicht findet sich ja die eine oder andere brauchbare Anregung.Maße:
Grundfläche 48 x 105 cm, der Käfig ist 100 cm hoch und steht auf 50 cm hohen Beinen
Material:
- massives Eisengitter für den Käfig (Abstand zwischen den Gitterstäben ist 2,5 cm, gab es leider nur so, für junge Degus sind diese Löcher zu groß, sie könnten durchschlüpfen und abhauen!)
- ausgediente Räder von einem alten Schreibtischsessel
- Metallrohre für die Beine
- Plexiglas-Scheiben an den Seiten (37 cm hoch), damit nicht noch mehr Mist rausfällt
- Wanne aus Aluminium für die unterste Ebene
- Holzbretter für den Boden des 1. und 2. Stockwerks, Holzleisten am Rand der Ebenen, damit weniger Streu rausfällt
- eine große Holzplatte für die untere Ablagefläche
- Eisenstangen als Aufhängung für die Böden der Stockwerke
- ein großer Apfelbaum-Ast als Verbindung zwischen den Stockwerken
- eine alte Kuchen-Springform als Laufrad (Durchmesser 26 cm)
- Blumendraht zur Befestigung von Ästen und Pappröhren an den Käfigwänden
Der Käfig ist durch die Rollen mobil und kann bei lauten, verqualmten Festen auch mal in ein ruhigeres Zimmer geschoben werden. Die Ablagefläche unten bietet Platz für Futter, Einstreu, Mistschaufel, Handbesen, Sandschüssel, etc. Der Käfig kann von ganz oben und von vorne geöffnet werden. Die vordere Tür kann nach oben geklappt und dann mit einem Haken befestigt werden. Beim Ausmisten des ersten Stockwerks plagen wir uns immer ein wenig, weil wir da schwer rankommen. Da wäre eine weitere Tür weiter oben ganz praktisch.
Einige Probleme der Konstruktion bemerkt man dann erst nach einer Weile. So war es etwa an manchen Stellen nötig, außen ein Stück Karton als „Kotbremse“ zu befestigen, weil dort sehr viel Mist und Streu herausgefallen ist. Degus sind richtige Dreckspatzen. Auf den einzelnen Ebenen Leisten an den Rand zu schrauben hilft nur bedingt gegen Verschmutzung, weil die Degus auch auf diesen Leisten laufen und auch dabei oft mal durchs Gitter kacken. Das lässt sich nicht vermeiden, darum steht der Besen auch gleich griffbereit. Leider machen Degus ganz schön viel Mist und man muss oft Staub saugen, aber dafür stinken sie bei regelmäßigem Ausmisten (ca. 1 x pro Woche) kaum.
Wenn man einen Käfig baut, der an den Seiten oder zumindest an der Rückwand Holz oder Plexiglas hat, erspart man sich wohl einiges an heraus fallendem Mist wie Einstreu, Heu, Kot. Allerdings bietet das Rundum-Gitter optimale Belüftung, beste Sicht auf die Tiere und viele Möglichkeiten, Einrichtung und Klettermöglichkeiten schnell und einfach mit Draht zu befestigen.

weirdsista - 21. Apr, 17:36






